ERWECKE DEINEN GARTEN

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  • In Kommunikation mit der Natur

    Wieder möchte Sie mitnehmen auf eine kleine Reise zu den Ureinwohnern von Aotearoa, Neuseeland.

    Sie leben seit jeher ein Naturverständnis, das vielen von uns verloren gegangen ist. Denn für sie ist jeder Stein, jede Pflanze, jedes Wasser, die Luft, die Erde,…, Bruder und Schwester, Vater und Mutter. Die Erde und alle Natur ist ein Teil von ihnen und sie sind ein Teil von ihr.

    Für mich war das Kennenlernen dieser intimen Kommunikation mit der Natur damals wie ein Nach-Hause-Kommen, und zu Hause bin ich darin noch heute.

  • Der Garten ist ein lebendiger Organismus

    In meinem Alltag sehe ich, wie sehr wir Menschen uns oft im tiefsten Herzen nach dieser Form des Kontakts mit unserer Mutter Erde sehnen, doch gleichzeitig ist uns dies nicht bewusst.

    Und so bauen wir Häuser und wir bauen Gärten – und wir schauen, was der Neueste Trend ist auf dem Markt der unbegrenzten Möglichkeiten, und gestalten so unsere Gärten.

    Dabei übersehen wir, dass dieser Platz, der nun „unser Garten“ ist, ein bereits lebendiger Organismus ist, mit einer Seele, mit „Dingen“, die ihn beseelen, wie vielleicht bereits vorhandene Bäume, Steine und Felsen, und vor allem, Mutter Erde selbst.

    So tragen wir ab und schütten auf, pflanzen an und bringen ein, ohne ein einziges mal wirklich in Kontakt zu gehen mit jenem, was bereist vorhanden ist, oder gar dem, was vielleicht benötigt wird.

    Auf diese Art verlieren wir immer weiter den tatsächlichen Kontakt zu dem Ort, der uns doch ein Gefühl von Geborgenheit, Frieden, Schönheit und Fülle vermitteln sollte, nämlich unser Garten.

    Dabei kann es auch ganz anders gehen…

  • Naturschutz

  • Himmel 8

  • In Kontakt mit der Seele des Ortes

    Wir könnten uns erinnern, an längst vergessene Zeiten, oder uns ein Volk auf der anderen Seite der Erdkugel zum Vorbild nehmen, und einfach mit der Seele des Ortes Kontakt aufnehmen und erfragen, was denn genau dieser Platz benötigt, um unser ureigener Ort der Harmonie zu werden.

    Wir könnten auch später noch fragen, welche Änderungen es braucht, um Harmonie wieder herzustellen.

    Wir könnten unseren Garten sachte aus seinem Schlaf erwecken und somit uns selbst und unsere eigene Wahrnehmung dessen, was unsere Augen nicht zu sehen vermögen – unsere Herzen jedoch bereits spüren.

  • Mein Angebot für Sie

    • Neuanlegen von Gärten
    • Umgestaltung von bestehenden Gärten
    • Beratung und Ausführung von Bepflanzung und Pflege
  • alter Spaten

  • Die Preise richten sich nach Aufwand und Größe des Gartens. Über mein Kontaktformular können Sie ein Angebot für Ihren Garten anfordern.

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  • Zum Leben erblühen

    Da ich wusste, dass mir Rosen sehr nahe stehen, freute ich mich umso mehr, als mich eines Tages im Frühjahr eine Frau anrief, mit der Bitte, nach ihren Rosen zu schauen, bzw. sie zu schneiden.

    Also fuhr ich dorthin und fand mich in einem Garten mit wirklich vielen Rosen wieder. Es gab Kletterrosen, Strauchrosen, Edelrosen, und allen war zuteil, dass sie nicht mehr so schön blühten wie in den Jahren zuvor.

    Ich machte mich also an die Arbeit und schnitt die Rosen so, wie es mir meine innere Stimme vorgab (zum Teil sehr entgegen den Angaben eines Lehrbuches).

    Bei einer Rose, sie stand gegenüber der Terrasse neben anderen Rosen in einem Beet, fragte mich die Kundin um Rat. Sie fragte, ob ich wisse, was mit dieser Rose sei, denn sie hätte vergangenen Sommer nur eine einzige Blüte gehabt. Dabei sei sie doch die Lieblingsrose der Frau, von einer Freundin extra aus England mitgebracht, als Geschenk.

    Da ich äußerlich nicht feststellen konnte, was der Rose fehlte, setzte ich mich neben sie ins Blumenbeet, und fragte nach.

    Mit dem Überbringen der Antwort, die ich von der Rose bekam, hatte ich etwas Mühe, hatte mich die Kundin doch beauftragt, ihre Rosen zu schneiden, eben zu „gärtnern“, und nicht mit ihren Rosen zu sprechen.

    Wie dem auch sei, um meiner Aufgabe gerecht zu werden hatte ich nun also die Kundin zu bitten, mir einen Blumentopf und Pflanzerde zu bringen. Ich hatte die Rose auszugraben, in den Topf umzupflanzen und diesen wiederum direkt neben den Lieblingsplatz der Kundin auf der Terrasse zu stellen.

    Nachdem ich all dies erledigt hatte verabschiedete ich mich aus dem Garten, mit der Bitte, die Kundin möge mir im Sommer ein Feedback geben.

    Und so erhielt ich eines Tages im Sommer tatsächlich einen Anruf von der Kundin, in dem sie mir voller Freude berichtete, dass alle ihre Rosen blühten, als gäbe es etwas zu feiern, und am üppigsten die Rose in dem Topf auf der Terrasse, neben dem Lieblingsplatz der Kundin – auf welchem sie nun noch lieber sass.

  • Der alte Apfelbaum

    Es gab in dem Garten eines älteren Ehepaares, den ich seit einigen Jahren bereits pflegte, einen alten, sehr betagten Apfelbaum. Auch ihn hatte ich bereits mehrere Male schneiden dürfen, eher sachte und bedächtig, um ihn nicht zu sehr zu stressen.

    Und trotz seines nur noch spärlich vorhandenen Fruchtholzes trug er noch schöne und ausreichen Früchte, um das Ehepaar zu erfreuen. Als ich eines Frühjahrs, nach einem längeren Aufenthalt in Neuseeland, an dem Garten mit dem Apfelbaum vorbei fuhr, erschrak ich und mir wurde ganz unwohl.

    Der Baum sah, obwohl es Frühling war, traurig und kaum belebt aus, und in mir meldete sich eine Stimme, die mich aufrief, mich nach dem Hausherren zu erkundigen.

    Der Baum teilte mir mit, dass es dem alten Herr sehr schlecht ging.

    Ich scheute mich, einfach zu klingeln und nachzufragen und so geschah es, dass einige Tage später die Hausherrin selbst anrief, um mich zu bitten, wieder nach dem Garten zu schauen. Als ich dort ankam wurde mir die Botschaft des Apfelbaumes bestätigt, den ich erfuhr, dass der Hausherr den Winter im Krankenhaus verbracht hatte und er nicht mehr lange zu leben hätte. So fasste ich mich ein Herz und beschrieb der Hausherrin meine Begegnung mit ihrem Apfelbaum und durfte wiederum von ihr erfahren, dass der Hausherr persönlich diesen Baum gepflanzt hatte – vor mehr als 50 Jahren.

    Ich lud das Ehepaar ein, mit mir ein Abschiedsritual abzuhalten. Und so saßen wir zu dritt auf der Terrasse vor dem Apfelbaum. Ich begleitete die Hausherrin in ihre eigene Verbindung mit dem Baum, führte sie zu ihrer Dankbarkeit, all ihrer Freude, die sie an dem Baum hat, und sie überschüttete den Apfelbaum mit allem, was sie in ihrem Herzen für ihn fand. Ihr Mann, der taub war, saß bei uns, und obwohl er nichts von all dem hören konnte, war er ganz präsent und ganz Teil des Rituals.

    Es war wunderschön und tief berührend, und noch heute erzählt mir die alte Dame von ihrer tiefen Begegnung mit dem Baum, welche sie zutiefst berührt hat.

    Es war ihr damals möglich, sich wirklich mit dem Apfelbaum zu verbinden, und ihn so geliebt, gehen zu lassen. Und da es der Baum ihres Mannes war hatte diese Verbindung eine noch größere Bedeutung für sie.

    Wenige Wochen später verstarb ihr geliebter Ehemann.

    Und auch der Apfelbaum ging.